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Etwas mehr
Selbstverantwortung

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Mittels einfacher Anpassung des KVG

Der Nationalrat wird demnächst über die pa. Iv. 15.468 Brand/Borer befinden. Kernstück der pa. Iv. bildet die Tatsache, dass gelebte Selbstverantwortung den Versicherten höhere, und allenfalls auch unnötige, Kosten erspart. Das heisst mit ihrem Verhalten können sie direkt die Kosten beeinflussen und so insgesamt zu einer Kosteneindämmung beitragen.

Die pa. Iv. will das Krankenversicherungsgesetz (KVG) so anpassen, dass für alle besonderen Versicherungsformen (Wahlfranchisen, eingeschränkte Wahl usw.) ausschliesslich die dreijährige Vertragsdauer zur Anwendung kommt.

Dagegen können im Grundmodell mit der ordentlichen Franchise von 300 Franken Jahres- und Halbjahresverträge wie bisher angewendet werden. Die Kommissionen beider Räte haben dem Vorhaben zugestimmt, der Nationalrat kann nun grünes Licht geben, damit eine entsprechende Gesetzesanpassung ausgearbeitet wird. Das FGS meint: Die teilweise Neuordnung der Vertragsdauern im KVG kann ein Beitrag zur Kostenkontrolle sein – und ein Zeichen an die Versicherten, was sie selbst tun können, um einen Beitrag zu einem finanziell tragbaren Gesundheitswesen zu leisten.

 


 

Prämien für Kinder und Jugendliche

Anpassung in kleinen Schritten

Das Parlament tut sich schwer mit Forderungen, welche die Prämienhöhe für einzelne Altersgruppen anpassen oder einzelne Gruppen ganz von Prämien befreien wollen.

Die Idee, Kinder gänzlich von Krankenversicherungsprämien zu befreien und/ oder die Prämienkategorien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gänzlich neu zu gestalten, erweisen sich in der Realisierungsphase von parlamentarisch lancierten Ideen als schwierig: Angedacht hatte das Parlament sehr grundsätzliche Änderungen, doch nun zögert die Gesundheitskommission. Sie schlägt eine Variante vor, die Symptombekämpfung beziehungsweise den Subventionierungsweg darstellt und die so nicht wünschenswert ist. Neu schlägt sie vor, die Prämien von Kindern in Haushalten mit tiefen und mittleren Einkommen um mindestens 80 Prozent zu verbilligen. Das Forum Gesundheit Schweiz betont: Der Ausbau der Prämienverbilligungen für Familien, die in finanziellen Problemen stecken, wird die Schwierigkeiten, welche sich bei der Finanzierung des Gesundheitswesens stellen, nicht lösen. Statt Mut zu beweisen und die Prämienstruktur und deren Finanzierung einmal grundsätzlich zu überdenken und dann ein Zukunfts-modell zur Diskussion zu stellen, kommt die Gesundheitskommission den Forderungen ein bisschen entgegen – wagt aber nicht, das System grundsätzlich auf mögliche Verbesserungen abzuklopfen.

Das FGS sagt: Der Nationalrat kann den Vorschlägen zustimmen. Grundsätzliche Verbesserungen erhoffen dürfen wir uns davon aber nicht.

Nationalrat, 7. März 2017:
Ja zu SGK-N Vorschlag: 10.407, Pa. Iv. Humbel.
«Prämienbefreiung für Kinder»

Ja zu SGK-N Vorschlag: 13.477, Pa. Iv. Rossini. KVG.
«Änderung der Prämienkategorien für Kinder»

 


 

Qualität

Der Nationalrat vor einem schwierigen Entscheid

Die Kommission des Nationalrates möchte dafür sorgen, die bundesrätliche Vorlage zu Qualität und Wirtschaftlichkeit doch noch einer Realisierung zuzuführen. Der Ständerat hatte dies in der Sommersession 2016 mit 27 zu 16 Stimmen abgelehnt. Zu recht: Der Staat soll nicht tun, wofür die Gesundheitswirtschaft selbst zuständig und somit auch verantwortlich ist. Also keine Schaffung neuer, staatlicher Strukturen, um aufwändig die Qualität der Gesundheitsdienstleister kontrollieren zu wollen. Das FGS wird die vorliegenden Vorschläge der Verwaltung beurteilen. Denn diese erhielt von der nationalrätlichen Kommission den Auftrag, eine nationale selbstständige Qualitätsplattform zu skizzieren, welche unabhängig vom Staat agieren würde – also eine eigene Rechtsnatur aufweist – und kein staatliches Organ darstellt. Wenn der Vorschlag taugt, geht die Arbeit aber erst los: Dann muss die Politik dafür sorgen, dass bewährte Organisationen und Unternehmen ihre Qualitätssicherungsaufgaben ausführen und ausweisen können. Sie sind es dann, die für die Versicherten, die Leistungserbringer und gegenüber den staatlichen Kontrollorganen die Sicherung der Qualität im Schweizerischen Gesundheitswesen unter Beweis stellen.

 


 

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Regionalanlass FGS
in Zürich

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«Medikationssicherheit im ambulanten und stationären Bereich»

Wir freuen uns, wenn Sie bei der regionalen Auftaktveranstaltung in Zürich dabei sind. Das FGS widmet sich der komplexen Frage, wie die Medikationssicherheit sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich gesichert werden kann – und welche Herausforderungen sich dabei stellen.

Prof. Dr. David Schwappach (MPH; Wissenschaftlicher Leiter Stiftung Patientensicherheit Schweiz) wird die Ausgangslage klären, auf Probleme hinweisen und Lösungsansätze skizzieren. Erfahrene Ärzte aus dem ambulanten wie aus dem stationären Bereich diskutieren dann mit Ständerat Alex Kuprecht, welche Wege es für Verbesserungen weiter zu verfolgen gilt.

Da die Anforderungen an die ambulante, wie an die stationäre Versorgung laufend steigt, ist diese Qualitätsfrage von zentraler Bedeutung. Wir freuen uns auf Sie!

Donnerstag, 11. Mai 2017
Hotel Schweizerhof Zürich:

18.00

Referat Prof. Dr. David Schwappach, MPH; Wissenschaftlicher Leiter Stiftung Patientensicherheit Schweiz

18.30

Diskussionsrunde Alex Kuprecht, Präsident Forum Gesundheit Schweiz
Dr. med. Felix Huber, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH; Medizinischer Leiter mediX zürich
Prof. Dr. Urban Laffer, Past President fmCh

Ab 19.15

Apéro

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Sessionsanlass in Bern zur Überversorgung

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«Smarter Medicine – wider die Überversorgung, hin zu bester Qualität»

Bitte merken Sie sich den Termin des 13. Juni 2017, Hotel Schweizerhof in Bern, unbedingt vor: Wir freuen uns sehr, Sie zur nächsten Sessionsveranstaltung des Forum Gesundheit Schweiz zum Thema «Überversorgung in der Medizin: Was ist zu tun?» einzuladen.

In unserer traditionellen FGS-Veranstaltung kommt ein ausgewiesener Spezialist zu Wort: Prof. Dr. med. Christoph A. Meier, Ärztlicher Direktor des Universitätsspitals Basel, erörtert, was medizinisch sinnvoll ist. Er ist Mitglied des Swiss Medical Boards (health technology assessment) sowie Leiter der Fachgruppe «Smarter Medicine», die sich mit Fragen der diagnostischen und therapeutischen Überversorgung befasst.

Dienstag, 13. Juni 2017
Hotel Schweizerhof in Bern:

Ab 12.30

Apéro und Lunch

13.15

Begrüssung durch Alex Kuprecht, Präsident Forum Gesundheit Schweiz

13.20

Referat Prof. Dr. med. Christoph A. Meier Ärztlicher Direktor des Universitätsspitals Basel

14.10

Fragen und Diskussion

14.30

Ausklang

Gerne nehmen wir Ihre Anmeldung bereits jetzt entgegen:
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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren

An dieser Stelle habe ich oft schon erwähnt, wie lange es dauert und wie träge die Schweizer Gesundheitspolitik ist, wenn es darum geht, sie in eine freiheitliche Richtung zu lenken und den Qualitätsgedanken, den Patienten im Mittelpunkt, nachhaltig zu stärken. Dabei müssen zahlreiche Massnahmen auch darauf abzielen, die nach wie vor schwelenden Pläne zu bremsen, den Schweizer Versicherten in eine Einheitskasse zu zwingen, welche sie bevormunden und jeglichen qualitativen Ansatz ersticken würde.

Seit Ende 2016 scheint etwas Bewegung in solche Vorhaben zu kommen: Gleich zu Beginn des Jahres kündigte die CVP an, sie wolle sich künftig stärker für ein kostenbewussteres, effizienteres Wirtschaften aller im Gesundheitswesen einbringen, mit mehr Qualität aber wider überflüssige Behandlungen. Laufe die Entwicklung weiter wie bisher, lande man schliesslich bei der Einheitskasse.

Aus Sicht des FGS ist es essentiell, dass gerade die politische Mitte mitzieht, wenn es darum geht, die Interessen der Patienten wie der Gesundheitswirtschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Mit diesem Schwung gehen wir gerne in die nächsten Monate. Besuchen Sie auch unsere Regionalveranstaltungen: In Zürich greifen wir am 11. Mai die drängenden Fragen der Medikationssicherheit im ambulanten wie im stationären Bereich auf.

Alex Kuprecht, Präsident Forum Gesundheit Schweiz


Veranstaltungen

2017 wird das FGS erneut zu Regionalveranstaltungen einladen.
Wir ergänzen damit die in Bern stattfindenden Sessionsveranstaltungen und tragen Grundsätze und Informationen zur liberalen Ausgestaltung unseres Gesundheitswesens auch wieder zu städtischen und kantonalen Politikern und Interessierten.

Veranstaltungen, Medienmitteilungen und Positionspapiere finden Sie auf:
www.forumgesundheitschweiz.ch