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Spitalpolitik

Rand

Kostenfaktor stationäre Behandlungen

Auf die Spitäler kommt der höchste Kostenanteil im Gesundheitswesen, grosses mögliches Kosteneinsparpotenzial liegt bei der Spitalinfrastruktur.

Die Kantone reagieren sehr unterschiedlich auf diese Herausforderung: Das Spital in Uri wird derzeit komplett neu gebaut und neu konzipiert. In den Kantonen Waadt und Wallis ersetzt ein neues gemeinsames Akutspital die bisherigen regionalen Spitäler. Der Verwaltungsrat der Spitalverbunde St. Gallen hat letztes Jahr vorgeschlagen, fünf von neun Spitälern zu schliessen, um einem strukturellen Defizit von mehreren Dutzend Millionen Franken vorzubeugen.

Das Forum Gesundheit Schweiz FGS greift die Debatte um die Spitalinfrastruktur der Zukunft vor Ort auf: Am Regionalanlass in St. Gallen am 24. April 2019 referiert die St. Galler Regierungsrätin Heidi Hanselmann zur Spitalsituation im Kanton.


 

Qualität im Gesundheitswesen

Der Staat kann keine Qualität schaffen

15.083 KVG. Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit
Di, 5. März: Ständerat

Die ständerätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-S) hat sich knapp (7 zu 6 Stimmen) für eine gemeinsame Organisation von Kantonen, Leistungserbringern und Versicherern ausgesprochen, in der die verschiedensten Stakeholder mitwirken sollen. Diese Organisation soll Qualitätsindikatoren entwickeln und Studien und Programme zur Qualitätsentwicklung durchführen. Eine eidgenössische Qualitätskommission, wie vom Nationalrat beschlossen, lehnt die Kommission ab.

Das FGS betont: Nachdem das Parlament vor Jahren richtigerweise zunächst ein staatliches Qualitätsinstitut verworfen und sich auch gegen eine eigentliche staatliche Qualitätskommission wehrt, ist weiterhin Vorsicht geboten. Qualität gehört in die Kompetenz der Gesundheitswirtschaft selbst. Daten sammeln, auswerten, vergleichen und darauf basierend qualitätssichernde Massnahmen definieren, ist Sache der Leistungserbringer. Der Staat sorgt lediglich für gute Rahmenbedingungen. Eine mögliche Massnahme, die qualitätsfördernd wirken kann, sind Pauschalen. Im stationären Bereich sind Pauschalen längst die Norm: sie helfen, die Mengenausweitung in Grenzen zu halten und fördern die gute Praxis, dies auszuführen, was nötig ist – aber nicht mehr. Pauschalen sind auch im ambulanten Bereich sinnvoll: so können standardisierte Behandlungen einfacher verrechnet und vergütet werden. Dies erhöht auch die Transparenz für die Versicherten.


 

EFAS

Ein ereichbares Ziel nicht aus den Augen verlieren

Die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) findet – nach jahrelangen Diskussionen – breite Unterstützung im Gesundheitswesen. Mittlerweile bieten auch die Kantone Hand dazu. Das Konzept nimmt Kantone wie Versicherer in die Pflicht, weil sie nun beide an der Finanzierung von ambulanten wie stationären Leistungen beteiligt werden. Die Forderung, EFAS mit der Pflegefinanzierung zu verknüpfen, lehnen wir jedoch ab (vgl. Po. 19.3002). Dies würde erneut die Kantone einseitig begünstigen und die Umsetzung des Konzeptes unnötig komplizieren und verzögern.

 


 

Im Parlament

Ausgewählte Geschäfte

18.3512 Mo. Stöckli. Recht auf einen Medikationsplan zur Stärkung der Patientensicherheit
Do, 7. März: Nationalrat

Ein Medikationsplan ist ein sinnvolles und qualitätsförderndes Mittel, Behandlungen zu optimieren. Deshalb JA zur Motion.

19.3002 Po. SGK. Pflege und EFAS
Do, 14. März: Nationalrat

Das FGS lehnt das Einbauen der Pflegefinanzierung ins Konzept EFAS ab.

15.083 KVG. Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit
Di, 5. März: Ständerat

JA zur Vorlage, die jedoch in der Beratung noch zu verbessern ist.

 


 

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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Bewusstsein sowie die Sorge über die steigenden Kosten im Gesundheitswesen sind in der Bevölkerung und in der Politik gewachsen. Anders als noch vor wenigen Jahren wird nun die Debatte, wie am effektivsten Kosten gedämpft werden können, von allen (politischen) Seiten engagiert geführt. Alleine im Jahre 2018 wurden im Parlament erneut mehrere Vorstösse zu diesem Thema lanciert – sowohl von linker wie auch von bürgerlicher Seite. Gleichzeitig stehen Volksinitiativen ins Haus, welche ähnliche Ziele verfolgen. Das Forum Gesundheit Schweiz verfolgt diese Entwicklung ebenso engagiert. Die Schweiz verfügt über eines der besten Gesundheitssysteme der Schweiz. Jegliche Massnahmen zur Kostensenkung im Gesundheitswesen sind darauf zu prüfen, ob sie den hohen Ansprüchen an unsere Gesundheitsversorgung genügen und ob sie qualitätsfördernd sind.

Der herrschende Kostendruck wirkt sich direkt auf die Spitalinfrastruktur aus. Soll sie wirtschaftlich funktionieren, muss sie effizienter werden. Die Planung und der Betrieb von Spitälern muss in der Schweiz überregional geschehen. In mehreren Kantonen stehen Entscheidungen an, Spitäler zu schliessen oder zu fusionieren. Die Debatten zwischen Behörden und Bevölkerung sind entsprechend heftig. Das FGS nimmt diese Problematik auf. Wir laden Sie herzlich ein, entsprechende Fragestellungen mit uns am 24. April in St. Gallen zu diskutieren.

Die Sicherstellung und Gewährleistung eines qualitativ hochstehenden Gesundheitswesens und dabei die Gewährleistung und Förderung der Qualität ist ein Kernanliegen des Forum Gesundheit Schweiz. Es freut uns daher umso mehr, Bundesrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements Alain Berset als Hauptreferent unseres Sessionsanlasses vom 19. März in Bern ankündigen zu dürfen.

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Ihr Damian Müller, Ständerat,
Präsident Forum Gesundheit Schweiz


Sessionsanlass
Frühjahr 2019

Wir freuen uns sehr, Ihnen Bundesrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements Alain Berset als unseren Key-Note Redner ankündigen zu dürfen.

Bitte melden Sie sich unter contact@forumgesundheitschweiz.ch für den Anlass an.

Dienstag, 19. März 2019
Hotel Schweizerhof Bern


«Qualität entwickeln und sicherstellen»

12.30  Lunch
13.15  Begrüssung
13.20  Referat Alain Berset
Bundesrat, Vorsteher EDI
13.40  Fragen und Diskussion
14.00  Ausklang


Veranstaltungen

Das Forum Gesundheit Schweiz lädt Sie regelmässig zu gesundheitspolitischen Informationsveranstaltungen mit prominenten Referenten ein.
Seit 2017 lädt das FGS erneut zu Regionalveranstaltungen ein. Wir ergänzen damit die in Bern stattfindenden Sessionsveranstaltungen und tragen Grundsätze und Informationen zur liberalen Ausgestaltung unseres Gesundheitswesens zu städtischen und kantonalen Politikern und Interessierten.
Regionalanlass St. Gallen

Mittwoch, 24. April 2019
ab 18.00 Uhr

Hotel Einstein
Berneggstrasse 2
9000 St. Gallen

Regierungsrätin und Vorsteherin des Gesundheitsdepartements St. Gallen Heidi Hanselmann referiert zum Thema «Spitalinfrastruktur – welche Zukunft?»
Künftige Veranstaltungen, Medienmitteilungen und Positionspapiere finden Sie auf: www.forumgesundheitschweiz.ch