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EFAS

Rand

Strukturelle Massnahme, die Kosten dämpft und Qualität fördert

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) hat am 15. Mai 2018 den Vorentwurf zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (Einheitliche Finanzierung der Leistungen im ambulanten und stationären Bereich EFAS) in die Vernehmlassung gegeben.

Das FGS betont: Damit würde endlich eine nötige und sehr grundlegende Neuerung Realität. EFAS ist effizienzfördernd, ermöglicht Qualitätsverbesserungen und hilft, Fehlanreize im System auszumerzen.

Ohne die einheitliche Finanzierung sind weitere Reformschritte nur schwer voranzubringen. Die Vorlage verfolgt konkret drei Ziele: die Förderung der Verlagerung zu tendenziell günstigeren ambulanten Behandlungen, die Stabilisierung der prämien- und steuerfinanzierten Anteile an
den obligatorisch versicherten Krankheitskosten sowie die Förderung einer sachgerechten Tarifierung.

Das FGS unterstützt die nötige und gerechte Kostenverteilung: EFAS nimmt Kantone wie Versicherer in die Pflicht, weil sie nun beide an der Finanzierung von ambulanten wie stationären Leistungen beteiligt werden. Wichtig ist: So würden künftig alle von Kantonsbeiträgen profitieren – unabhängig davon, ob eine Behandlung ambulant oder stationär stattfindet: Dabei sollen die Kantone neu einen Beitrag von mindestens 25.5% an die Nettokosten (nach Abzug von Franchise und Selbstbehalt) leisten. Dieser Prozentsatz wird so festgelegt, dass die Umstellung auf die einheitliche Finanzierung für Kantone wie Versicherer kostenneutral ausfällt.

Wir werden Ihnen die wichtigsten Argumente mit unserer Vernehmlassungsantwort auch auf unserer Website www.forumgesundheitschweiz.ch veröffentlichen.


 

Zulassungssteuerung

Nur ein nationales Konzept kann Wirkung entfalten

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat dem vom Bundesrat vorgeschlagenen Entwurf zur Zulassung von Leistungserbringern zugestimmt und diesen nun im Detail beraten.

Der Entwurf sieht neben dem formalen Zulassungsverfahren für Leistungserbringer im ambulanten Bereich nach wie vor die Möglichkeit kantonaler Höchstzahlen für ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte vor. Dies, obschon Patienten sich heute längst nicht mehr um Kantonsgrenzen kümmern.

Das FGS betont: Mit diesem Vorschlag liegt noch keine Alternative zum bisherigen Zulassungsstopp vor, welche als national griffige und nachhaltige Lösung gelten würde. Richtigerweise sollen dabei EFAS wie die Zulassungssteuerung koordiniert behandelt werden – weil ein nationales Konzept nicht ohne das andere wirksam werden kann.


 

Qualität

Gute Rahmenbedingungen

Die Qualitätsbestrebungen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates weisen in die richtige Richtung: Die Vorlage KVG «Stärkung von Qualität und Wirtschaftlichkeit» soll ihrem Namen gerecht werden.

Nationalrat wie Ständeratskommission sagen richtig, die Verbesserung der Qualität im Gesundheitswesen solle nicht aus Prämiengeldern finanziert werden, sondern durch Bund und Kantone.

Das FGS hält fest: Richtig, Prämiengelder sollen nicht für die Qualitätsbestrebungen eingesetzt werden. Wichtig ist allerdings, dass staatliche Massnahmen auf die Gewährleistung der Rahmenbedingungen beschränkt werden.

Ebenfalls sollen mögliche Rechtsformen durch die Verwaltung verglichen sowie Schnittstellen zu anderen Revisionen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung aufgezeigt werden. Das FGS unterstützt das Einholen von Vergleichen, um die optimale Rechtsform zu eruieren.


 

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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren

Die Politik hat erkannt: Es braucht echte Reformen im Gesundheitswesen. Steigende Kosten, gepaart mit dem Potenzial zur Verbesserung der Qualität, stellen eine Herausforderung dar, welcher wir uns stellen müssen. Es genügt nicht mehr, Kosten und Preise im Gesundheitswesen mit einem Verweis auf die nach wie vor gute Qualität unserer Versorgung aufzuwiegen. Es braucht vielmehr nachhaltige und breit abgestützte Konzepte, die Kosten eindämmen helfen, ohne den Zugang zu hervorragenden Behandlungen und Versorgung einzuschränken. Deshalb braucht es auch immer wieder Antworten, wo der Staat mitreden darf und soll – und wo nicht.

Das Forum Gesundheit Schweiz unterstützt dies. Unser jahrelanger Einsatz zahlt sich bereits aus: Ideen, die bislang im Parlament nicht mehrheitsfähig gewesen sind, werden nun ernsthaft geprüft. So das Prinzip EFAS: Dieses sieht vor, die Verlagerung von Leistungen aus dem stationären in den tendenziell günstigeren ambulanten Bereich zu fördern und eine koordinierte Versorgung zu erleichtern. Das FGS unterstützt diese Bemühungen: Wir betonen seit jeher, dass ohne strukturelle Änderungen in der Finanzierung des Gesundheitswesens weder Qualitätsverbesserungen noch Kostendämpfungen möglich sein werden.

Unser Engagement für ein freiheitliches und bezahlbares Gesundheitssystem läuft: Wir sind aktiv im Parlament, laden Sie zu Sessionsveranstaltungen und Regionalanlässen ein und versorgen Sie regelmässig mit Informationen über Trends und nötige Schritte zur Wahrung einer modernen, sicheren und liberal ausgestalteten Gesundheitsversorgung.

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Ihr Damian Müller, Ständerat,
Präsident Forum Gesundheit Schweiz


Veranstaltungen

Seit 2017 lädt das FGS erneut zu Regionalveranstaltungen ein. Wir ergänzen damit die in Bern stattfindenden Sessionsveranstaltungen und tragen Grundsätze und Informationen zur liberalen Ausgestaltung unseres Gesundheitswesens zu städtischen und kantonalen Politikern und Interessierten.
Regionalanlass Innerschweiz
Mittwoch, 24. Oktober 2018
ab 18.00 Uhr
Waldstätterhof, Luzern
Guido Graf, Regierungsrat und Vorsteher Gesundheits- und Sozialdepartement Kanton Luzern, sowie
Dr. Josef E. Brandenberg,
FMCH-Präsident, referieren zum Thema EFAS.
Im Anschluss folgt eine Diskussion
sowie ein Apéro riche.
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Sessionsanlass Frühjahr 2019

Wir freuen uns sehr, dass Gesundheitsminister Alain Berset an unserem traditionellen Anlass in der Frühjahrssession 2019 als Key-Note Redner auftreten wird.
Datum sowie Programm folgen.

Veranstaltungen, Medienmitteilungen und Positionspapiere finden Sie auf:
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