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Krebserkrankungen systematisch erfassen

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Ein Schritt zu höherer Qualität!

Krebserkrankungen sollen künftig schweizweit vollständig und einheitlich erfasst werden.

Es hat nun viele Jahre gedauert, in denen die Schweiz betreffend der Prävention und der Früherkennung von Krebserkrankungen – mangels tauglicher Register – unnötigen Rückstand hinnehmen musste. Jetzt liegt der Entwurf eines Bundesgesetzes über die Registrierung von Krebserkrankungen zur Vernehmlassung bis im Juli 2017 vor. Das Gesetz regelt zwar nur, wie die Erhebung, Registrierung und Auswertung möglichst aussagekräftiger Daten zu Krebserkrankungen aus bereits bestehenden, dezentral gelenkten Erhebungen in der Schweiz zu organisieren ist. Dennoch ist es ein Schritt in die gute Richtung: Das FGS betont seit Jahren, welche Bedeutung das Erheben, Auswerten und Vergleichen entsprechender Daten für die Qualität von Behandlungen hat. Es ist eine der wichtigen Massnahmen, damit die Schweiz den immensen Rückstand verringern kann, den sie im internationalen Vergleich hinsichtlich der Zugänglichkeit verlässlicher Daten über Krebs- wie andere Krankheiten hat. Ein Blick in andere europäische Länder genügt, um zu erkennen: Behandlungswege können dann optimiert und verbessert werden, wenn anhand jahrelang erhobener und bewerteter Daten dokumentiert werden kann, wie Krankheiten verlaufen und welche Behandlungswege am erfolgversprechendsten sind. Jährlich erkranken rund 40‘000 Personen in der Schweiz an Krebs; binnen 20 Jahren wird es wegen der rasch alternden Bevölkerung rund einen Drittel mehr Erkrankungen geben. Das Krebsregister-Gesetz ist deshalb richtig und nötig.

 


 

Qualität im ambulanten Bereich

Ein zaghafter, aber guter Anfang

Das FGS hatte die ursprüngliche, bundesrätliche Qualitäts-Vorlage kritisiert: Sie hätte jene Facharbeit, welche von den Leistungserbringern im Gesundheitswesen definiert und erbracht werden muss, in ein staatliches System zwingen wollen.

Nicht nur hätte das unnötige Regulierung bedeutet; es wäre auch gar nicht praktikabel gewesen, Qualität in einem top-down Ansatz staatlich verordnen und auch staatlich kontrollieren zu wollen. Viel wichtiger ist es, bestehende Qualitäts-Systeme und -Organisationen zu stärken.

Die Gesundheitskommission des Nationalrates weist nun den Weg: Es sollen im ambulanten Bereich Anstrengungen unternommen werden, um taugliche Messdaten und damit entsprechende Qualitäts-Vergleiche sicher stellen zu können. Im stationären Bereich organisieren sich die Tarifpartner und spezifische Organisationen bereits heute, um die Datenerhebung, die Auswertung und die Vergleichbarkeit auszubauen und zu verbessern: Je länger je mehr gibt es im stationären Bereich deshalb – endlich – Ergebnisse aufgrund des Vergleichs von Indikatoren. Die Gesundheitskommission will dafür den ganz einfachen Grundsatz, wonach Tarife und Preise sich letztendlich an der notwendigen Qualität von Gesundheitsleistungen bemessen, auch für den ambulanten Bereich gesetzlich verankern. Tatsächlich gilt dieser Grundsatz (Art. 49, Abs. 1 KVG) heute ausschliesslich für den stationären Bereich. Auch wenn man sich einen effizienteren und effektiveren Weg hin zu besserer Qualität im ambulanten Bereich wünschen mag: Es ist sicherlich gut, die Grundlagen zu klären und so im – wachsenden – ambulanten Bereich Qualitätsverbesserungen erreichen zu können.

 


 

Elektronisches Patientendossier

Weiterentwicklung vorantreiben!

Die Diskussionen um gesetzliche Grundlagen für das Führen von elektronischen Patientendossiers setzten vor Jahren ein.

Auf nationaler Ebene gingen sie einher mit Fragen zur Entwicklung eines nationalen eHealth-Projektes, in welchem die Regeln und Pflichten für das Angebot elektronischer Patientendossiers (EPD) verankert sein sollten. Nun ist es soweit: Eine Verordnung soll zumindest die Einführung des EPD in den Spitälern regeln. Die sogenannte «doppelte Freiwilligkeit» bleibt jedoch bestehen: sowohl frei praktizierende Ärzte wie auch Patienten sollen selbst entscheiden können, ob sie den elektronischen Weg nutzen und freigeben wollen, um die persönlichen Daten zu speichern und weiter zu reichen.

Das FGS betont: Die Digitalisierung findet statt, die Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Es ist deshalb an allen Leistungserbringern, die Entwicklung zu fördern und sich dabei anzustrengen, zuweilen sehr schwierige – wie auch kostspielige – IT-Herausforderungen möglichst gemeinsam anzupacken. Denn die Chancen dieser sehr praktischen Massnahme, Patientendaten elektronisch verfügbar zu machen, liegen auf der Hand: Je schneller alle in der Gesundheitswirtschaft praxistaugliche Lösungen konzipiert haben, desto rascher werden elektronische Patientendossiers die Qualität der Behandlungen verbessern – und dadurch die Patientensicherheit erhöhen und die Kosteneffizienz steigern.

 

 


 

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Sessionsanlass in Bern zur Überversorgung

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«Smarter Medicine – wider die Überversorgung, hin zu bester Qualität»

Bitte notieren Sie sich den Termin des 13. Juni 2017, Hotel Schweizerhof in Bern: Wir freuen uns sehr, Sie zur Sessionsveranstaltung des «Forum Gesundheit Schweiz» zum Thema «Überversorgung in der Medizin: Was ist zu tun?» einzuladen.

In unserer traditionellen FGS-Veranstaltung kommt ein ausgewiesener Spezialist zu Wort: Prof. Dr. med. Christoph A. Meier, Ärztlicher Direktor des Universitätsspitals Basel, erörtert, was medizinisch sinnvoll ist. Er ist Mitglied des Swiss Medical Boards (health technology assessment) sowie Leiter der Fachgruppe «Smarter Medicine», die sich mit Fragen der diagnostischen und therapeutischen Überversorgung befasst.

Dienstag, 13. Juni 2017
Hotel Schweizerhof Bern:

Ab 12.30

Apéro und Lunch

13.15

Begrüssung durch Alex Kuprecht, Präsident Forum Gesundheit Schweiz

13.20

Referat Prof. Dr. med. Christoph A. Meier, Ärztlicher Direktor des Universitätsspitals Basel

14.10

Fragen und Diskussion

14.30

Ausklang

Bitte melden Sie sich bereits jetzt an unter:
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Regionalanlass FGS in Lausanne

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«Einheitskassen statt Wettbewerb?»

Wir freuen uns, wenn Sie bei der nächsten regionalen Veranstaltung in Lausanne dabei sind: Das FGS widmet sich den neuen Plänen aus der Westschweiz, welche das heutige Grundversicherungs-System ändern und den Kantonen die Möglichkeit regionaler, staatlicher Einheitskassen einräumen wollen.

Der Waadtländer Gesundheitsminister Pierre-Yves Maillard und sein Genfer Kollege Mauro Poggia wollen im Sommer zwei Volksinitiativen lancieren: Sie wollen verhindern, dass Parlamentarier Leitungsfunktionen in Organen der Krankenversicherer halten können. Und sie wollen ermöglichen, dass Kantone kantonale, staatliche Einheitskassen schaffen können.

Dienstag, 28. November 2017
Hotel Alpha Palmiers, Lausanne

18.00

Referat und Diskussionsrunde

Alex Kuprecht, Präsident Forum Gesundheit Schweiz

Roland Eberle, Ständerat SVP, Mitglied SGK-S

Pierre-Yves Maillard, Gesundheitsdirektor Kanton Waadt

ab 19.15

Apéro riche

Gerne nehmen wir Ihre Anmeldung bereits jetzt entgegen:
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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren

Eine Eigenschaft der Politik ist, dass sie sich immer in Wellenbewegungen fortsetzt: Es gibt Themen und Forderungen, die verschwinden zwar für kurze Zeit von der politischen Landkarte, tauchen dann aber auch rasch wieder auf. So verhält es sich in der Gesundheitspolitik etwa mit der Forderung, die Kranken- Grundversicherung sei in einer (staatlichen) Einheitskasse zu organisieren.

Wir hatten gleich nach der letzten nationalen Abstimmung davor gewarnt, dass die Forderungen nach einer Verstaatlichung der Grundversicherung mit dem klaren Volks-Nein nicht verstummen werden. Obschon das Schweizer Volk es bereits viermal deutlich abgelehnt hat, die Wahl des Krankenversicherers in staatliche Hände zu legen: Kantonale Initiativen aus der Westschweiz bringen das Thema nun wieder aufs Tapet.

Das Forum Gesundheit Schweiz wird auch diese Diskussion eng begleiten: Mit Argumentation wie mit Veranstaltungen in den Regionen!

Werden auch Sie Mitglied des Forum Gesundheit Schweiz: Wir begrüssen Sie zu unseren Veranstaltungen in Bern (während den Sessionen) und regelmässig auch in den Regionen.

Wir freuen uns auf Sie.

Alex Kuprecht, Präsident Forum Gesundheit Schweiz


Regionalveranstaltungen

Seit 2017 lädt das FGS erneut zu Regionalveranstaltungen. Wir ergänzen damit die in Bern stattfindenden Sessionsveranstaltungen und tragen Grundsätze und Informationen zur liberalen Ausgestaltung unseres Gesundheitswesens auch wieder zu städtischen und kantonalen Politikern und Interessierten.

Veranstaltungen, Medienmitteilungen und Positionspapiere finden Sie auf:
www.forumgesundheitschweiz.ch